Für den Ernstfall vorbereitet

Foto: Flughafen Erfurt GmbH / Alice Koch

Im Rahmen der Vorschriften der zivilen Luftfahrtorganisation (International Civil Aviation Organization, ICAO) hat der Flughafen Erfurt-Weimar am 11. November 2017 eine Notfallübung durchgeführt. Während der Übung wurden die festgelegten Verfahren im Alarmplan überprüft, insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Flughafen und den zuständigen Behörden sowie anderen externen Stellen.

Übungen dieser Art müssen nach den Bestimmungen der ICAO in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden und sollen die Notfallplanung überprüfen und verbessern.

Die Planung der Rettungsmaßnahmen im Schadensfall obliegt sowohl dem Flughafen Erfurt-Weimar als auch den zuständigen Behörden. Die Übung fand unter Beteiligung des Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz der Stadt Erfurt, der Feuerwehreinheiten der Stadt Erfurt, Rettungsdienst der Stadt Erfurt, SEG Rettungsdienst, Sanitätsdienst, dem Thüringer Landesverwaltungsamt, der Bundespolizeiinspektion Erfurt, der Polizeidirektion Erfurt sowie der Deutschen Flugsicherung statt.  

Das angenommene Szenario sah vor, dass sich 25 Fluggäste und 5 Crewmitglieder  in einem Flugzeug befinden, bzw. gerade einsteigen und ein Cateringfahrzeug beim Rückwärtsfahren eine Tragfläche beschädigt. Auslaufende Betriebsmittel entzünden sich und das Feuer geht auf den Rumpf über. Es war mit vielen Verletzungen der Passagieren und Besatzungsmitgliedern zu rechnen. Das Personal der Notfalleinsatzzentrale löste „aircraft accident" (Luftfahrzeugunfall) aus.

Bei der Bewältigung dieser Schadenereignisses waren insgesamt  240 Einsatzkräfte mit 54 Einsatzfahrzeugen am Flughafen im Einsatz. Nach den umgehend eingeleiteten Brandbekämpfungs-  und  Rettungsmaßnahmen richteten die Rettungsdienste eine provisorische Verletztenablage ein, wo neben Erstmaßnahmen eine Registrierung und Vorabsichtung der verletzten Personen eingeleitet wurde. Gleichzeitig fand eine Sicherung der Unfallstelle statt, um weitere Gefahren abzuwehren.

Nach dem Eintreffen der ersten Notarztteams erfolgte eine ärztliche Sichtung mit Einteilung nach Behandlungs- und Transportprioritäten. Es fand eine schnelle Versorgung und Registrierung der Passagiere und Besatzungsmitglieder statt. Gegen 9.30 UhrUhr konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Eine abschließende Lagebesprechung diente zu ersten Einschätzungen und Informationen der Presse-und Öffentlichkeitsvertreter. 
Ronald Heinemann, Security Manager des Flughafens Erfurt-Weimar, zeigt sich mit dem Ergebnis der Übung sehr zufrieden. „Ein gutes Zusammenspiel bei Notfällen ist wichtig für den Erfolg jeder Aktion. Ich möchte mich bei allen Mitwirkenden der Übung für das Engagement und die hohe Disziplin bedanken und gleichzeitig die Hoffnung aussprechen, dass das angenommene und geübte Szenario nie zum Ernstfall wird.“